Stumme Zeugen – Rätsel der Archäologie

Rund um den Globus ragen stumme Zeugen längst vergangener Kulturen in den Himmel. Archäologen versuchen, deren Geheimnisse zu ergründen. Ihre Arbeit gleicht einer detektivischen Spurensuche ebenso wie einer abenteuerlichen Jagd nach verlorenen Schätzen. Zahlreiche Entdeckungen wie z.B. die Nazca-Linien im Süden von Peru sind auch heute noch nicht endgültig erforscht.
Die Hinterlassenschaften früherer Zivilisationen eröffnen den Forschern neue Blickwinkel auf die Welt. Doch mit jeder Antwort tun sich weitere Fragen auf. Zahlreiche Entdeckungen bleiben auch nach eingehender wissenschaftlicher Untersuchung rätselhaft. Sein Geheimnis noch nicht preisgegeben hat Nan Madol. Im Osten von Pohnpei liegen 92 künstlich geschaffene Inseln im Pazifik. Der Legende nach wurden sie von einem Zauberer erbaut, der die Tonnen schweren Steinblöcke einschweben ließ. Durch ein Kanalsystem verbunden, dienten die Inseln als Königsresidenz und religiöse Kultstätte.
Über der beliebten Sehenswürdigkeit schwebt ebenso der Mythos des Unerklärlichen wie über Stonehenge. Lange Zeit wurde der Bau der beeindruckenden Anlage der Zauberkraft der Druiden zugeschrieben. Das Bauwerk – in der Jungsteinzeit gegründet und bis in die Bronzezeit genutzt – gehört seit 1918 dem englischen Staat. Archäologische Untersuchungen ergaben, dass Stonehenge als religiöse Kultstätte und als Observatorium genutzt wurde. Während amerikanische Touristen in Texas einen Nachbau aus Gips bewundern können, gibt Stonehenge Wissenschaftlern immer noch eine Nuss zu knacken. Wie wurden die schweren Steine über 400 Kilometer transportiert?
Ebenso unerklärlich für die Archäologen bleiben die Nazca-Linien. Im Süden von Peru hat die vorkolumbische Andenhochkultur der Nazca gigantische Zeichnungen in den Boden gescharrt. Auf einer Fläche von etwa 350 Quadratkilometern zeigen die überdimensionalen Linien über 1.000 Umrisse von Tieren und geometrischen Figuren. Doch die Bilder sind nur aus der Luft erkennbar. Die Wissenschaftler fanden zwar heraus, wie die Bilder geschaffen wurden, doch welchem Zweck sie dienten, bleibt Spekulation. Auch die einzigartigen Siedlungen der Anasazi im Südwesten der USA versetzen die Betrachter in ehrfürchtiges Staunen. Keiner weiß, woher die Hochkultur kam und warum sie plötzlich verschwand.https://i.ytimg.com/vi/sxRcIKiSJ64/maxresdefault.jpg