Karthagos vergessene Krieger Doku (2013)

An den Quellflüssen des Amazonas forschen Archäologen nach den Spuren eines vor Jahrhunderten untergegangenen Volkes. Die Chachapoya hinterließen verborgene Totenstädte und die größte Festung Amerikas, Kuelap. Bis heute ist das Kriegervolk aus den Anden von Geheimnissen umgeben – insbesondere seine Herkunft ist ungeklärt.

Nach jahrzehntelangen Recherchen glaubt nun der deutsche Kulturwissenschaftler Hans Giffhorn, das Rätsel um die Chachapoya lösen zu können. Den Hildesheimer Professor erinnern ihre steinernen Rundbauten an die zweitausend Jahre alten Bauwerke spanischer Kelten. Für eine Herkunft der Chachapoya aus dem antiken Mittelmeerraum spricht für Giffhorn die Ähnlichkeit religiöser Symbole und Götterbilder. Verblüffend sind auch der Gebrauch identischer Steinschleudern beidseits des Atlantiks und die gleiche Technik der Schädelbohrungen zu medizinischen und kultischen Zwecken.

Hans Giffhorn sammelt akribisch Indizien für seine Hypothese, dass es keltischen Kriegern im Verbund mit wagemutigen Seefahrern aus Karthago möglich war, bereits vor zwei Jahrtausenden nach Peru zu gelangen. Zwar ist seine Vision in der Fachwelt umstritten, doch er kann sich auf faszinierende Indizien und die Aussagen renommierter Wissenschaftler stützen: So wurden bei Chachapoya-Mumien ungewöhnlich zahlreiche Skelettdeformationen nachgewiesen, die wahrscheinlich auf Tuberkuloseinfektionen zurückgehen. Der Göttinger Paläopathologe Michael Schultz hält eine Ansteckung mit aus der Alten Welt eingeschleppten Seuchenerregern für plausibel.https://i.ytimg.com/vi/D_TmH8tq_NI/maxresdefault.jpg