Inselkrieg im Chinesischen Meer oder warum unsere Zivilisation am Ende ist | ARTE 2016 | HD Doku

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„Inselkrieg im Chinesischen Meer oder warum unsere Zivilisation am Ende ist (ARTE 2016) HD Doku“

Künstliche Landgewinnung, gewalttätige Übergriffe, militärische Provokationen: Seit Jahren häufen sich die Zwischenfälle im Chinesischen Meer. In der Gegend herrschen zahlreiche Territorialkonflikte zwischen China einerseits, und Japan, Vietnam und den Philippinen andererseits. Die Dokumentation beleuchtet die neuen geopolitischen Herausforderungen in der rohstoffreichen Region.

Das Chinesische Meer ist nicht nur eines der größten Meere, sondern gilt aufgrund seiner strategischen Lage, seiner Rohstoffvorkommen und reichen Fischgründe heute als eines der Gebiete mit dem weltweit größten Konfliktpotenzial. China festigt seine Stellung als Weltmacht und breitet sich in den Gewässern immer weiter aus, auf die Gefahr hin, andere Anrainer, wie Japan, Vietnam oder die Philippinen, zu brüskieren.

Wie auf den Spratly-Inseln, wo China kurzerhand Riffe mit Landebahnen zubetonierte, woraufhin die USA Ende 2015 einen ihrer Zerstörer vor den Inseln kreuzen ließen. Denn Chinas Ambitionen konkurrieren vor allem mit der zweiten großen Macht in der Region, den Vereinigten Staaten. Die USA pochen auf das Prinzip des freien Schiffsverkehrs. Sie betrachten die künstlichen Inseln, die China angelegt hat, als Behinderung der internationalen Schifffahrt. Durch die Gewässer führen die wichtigsten Handelsrouten der Welt. Obamas Strategie des „Schwenks nach Asien“ soll den wachsenden Einfluss Chinas in der Region bremsen.

Auch Japan, Vietnam und die Philippinen verstärken ihre Armeen, um ihre Meeresgrenzen und die Herrschaft über die von ihnen kontrollierten Inselgruppen zu verteidigen. Immer wieder kommt es zu territorialen Streitigkeiten, gewalttätigen Übergriffen und handfesten militärischen Provokationen.

Was die Nachbarländer – ebenso wie die Vereinigten Staaten – am meisten beunruhigt, ist der chinesische Anspruch auf Vorherrschaft über die gesamte Meeresfläche. Im Jahr 2009 erklärte China vor der UNO, dass 80 Prozent des Südchinesischen Meeres chinesisches Hoheitsgebiet seien. Peking erklärt heute mit Nachdruck, das Chinesische Meer stehe im Zentrum seiner lebenswichtigen Interessen, ebenso wie Tibet und Xinjiang.

Die Dokumentation beleuchtet die geopolitischen Herausforderungen in der Region. Neben den Herrschaftskonflikten um Inselgruppen zwischen den regionalen Akteuren betreffen die Streitigkeiten in erster Linie die militärische Rivalität zwischen China und den USA, die seit ihrem Sieg im Pazifikkrieg zahlreiche Militärbasen im pazifischen Raum halten.

Quelle: https://i.ytimg.com/vi/X8aNyS745y4/maxresdefault.jpg