HD! Xenius – Hightech in der Archäologie

Schaufel und Pinsel reichen längst nicht mehr: Immer häufiger greifen Archäologen auf neuste Technologien zurück – und befördern so bislang verborgene Schätze zutage. Doch nicht nur das: Archäologie 2.0 lässt auch historische Bauten virtuell wieder auferstehen und erhält sie so für die Nachwelt. Aber wie funktioniert das? „Xenius“ über die neue Welt der modernen Hightech-Archäologie. Seit mehr als 150 Jahren versuchen Archäologen der historischen Siedlung Bibracte ihre letzten Geheimnisse zu entlocken: Doch noch immer sind nicht alle Rätsel gelöst. Das Problem: Weite Teile der 2000 Jahre alten gallischen Stadt sind von dichtem Wald bewachsen – und Ausgrabungen deshalb nahezu unmöglich. Mit einem neuen Laser-Scan-Verfahren können die Archäologen nun aber unter die Bäume schauen, ohne auch nur einen davon zu fällen. Welche Geheimnisse stecken noch im Waldboden? In Dresden arbeiten Informatiker an einem Verfahren, das mit Hilfe von Drohnen Denkmäler für die Nachwelt dokumentiert. Aus den Fotos soll anschließend ein 3D-Modell erstellt werden. Besonders Kulturgüter in Krisengebieten könnten so für die Nachwelt erhalten bleiben – zumindest virtuell. Aber nicht nur Bauwerke, sondern auch historische Ereignisse lassen sich mit Hightech rekonstruieren. Im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern tobte einst eine wilde Schlacht – aber welche Waffen wurden benutzt, und gab es damals schon berittene Krieger? Dank einer neuen Analysetechnik, der sogenannten Paläomechanik, kennen Hamburger Ingenieurinnen nun die Antwort. Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind in Rennes auf archäologischer Spurensuche. Erst ganz traditionell mit Pinsel und Schaufel, dann ganz modern und virtuell. Wie unterscheidet sich die Arbeit? Und was bedeutet das für die Archäologen vor Ort?