Gefährlichsten US Scharfschützen // Heckenschütze // Ganzer Doku Film [ HD Doku 2015 ]

Scharfschützen in gefährlicher Mission in HD hochgeladen 2015

Scharfschützen sind Soldaten, die durch selektiven, gezielten Schusswaffeneinsatz ihren Gefechtsauftrag, zumeist auf Entfernungen über 600 Meter, ausführen. Ausgerüstet ist der Scharfschütze mit einem Scharfschützengewehr, meist einem Repetiergewehr. Von diesen unterschieden wird der in die Infanteriegruppe eingebundene Zielfernrohrschütze, englisch auch Designated Marksman, der meist mit einem Sturmgewehr oder einem Selbstladegewehr mit Zielfernrohr ausgestattet ist und auf Distanzen bis 600 Meter kämpft.

Scharfschützen sind zumeist für ihre Waffe auch mit einem Mündungsfeuerdämpfer ausgerüstet, um ihre Stellung nicht durch das Mündungsfeuer zu verraten.

Eine prinzipiell gleiche Rolle wie den Scharfschützen kommt den Präzisionsschützen wie beispielsweise dem Präzisionsschützenkommando bei Polizei und Anti-Terror-Einheiten zu. Diese wirken gegen bewaffnete Schwerstkriminelle und Heckenschützen. Die operativen Rahmenbedingungen (Ablauf, Ziele und Rechtsgrundlagen) unterscheiden sich jedoch grundlegend.

Gemeinsam ist Scharf- und Präzisionsschützen, dass sie eine spezialisierte Ausbildung durchlaufen und auf besondere Einsatzmittel wie Scharfschützenwaffen, Entfernungs- und Richtungsmesser zurückgreifen. Beide erfüllen eine Reihe weiterer allgemeiner Funktionen im Bereich der allgemeinen militärischen Aufklärung und Sicherung eigener Stellungen vor feindlichen Scharfschützen, Artilleriebeobachtern oder Führungspersonal. Scharfschützen nehmen keine Aufgaben im Bereich der Forward Air Control oder als Artilleriebeobachter wahr.
Herkunft des Begriffs

Das Wort „Schütze“ entstand im deutschen Sprachraum als ein Ausdruck für „Sender für Geschosse“, wobei kein Bezug zu der Form des Projektils oder der Schusswaffe bestand. Die Brüder Grimm als Autoren des Deutschen Wörterbuches leiten die Entwicklung dieses Begriffes aus dem althochdeutsch „scuzzo“ ab und verweisen auf die verwandten Worte in anderen Sprachräumen, „skut“ im Angelsächsischen, „skytt“ und „skytte“ im schwedischen und dänischen. In Anlehnung daran verweisen spätere Sprachforscher auf die enge Beziehung zum friesischen „sketta“ und dem niederdeutschen „schütte“, aus dem dann im mittelhochdeutschen „schütze“ entstand.

Die französische Sprache bezieht ihr Wort für Schütze, „tireur“, aus dem Verb „tirer“, d. h. „ziehen“, und beschreibt damit die Tätigkeit beim Abfeuern eines Bogen, einer Armbrust (Sehne) oder einer Schusswaffe (Abzug), während der lateinische Schütze nach seiner Waffe oder dem Geschoss als „sagittarius“ (Pfeilschießer) oder „ballistarius“ (Schleuderer) bezeichnet wurde.

Die Bezeichnung für einen besonders guten Schützen entstand in der deutschen Umgangssprache in Verbindung mit dem Wort „scharf“, das auch mit „Scharfblick“, „scharfes Auge“, aber auch mit „scharfe Munition“ eine besondere Bedeutung erhält. Das Französische kennt nur die Steigerung des „tireur d’élite“, des Meisterschützen oder Eliteschützen. Am aufschlussreichsten sind die im Englischen entstandenen Begriffe: So bezeichnet „marksman“ jemanden, der mit Genauigkeit das „mark“ (Ziel) trifft.

Der „sharpshooter“ entstand als eine direkte Weiterführung des deutschen Begriffs und ist spätestens seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Auch die Herleitung von amerikanischen „Sharpshooters“, den Schützeneinheiten mit weitreichenden Sharps-Gewehren, ist möglich.

Zusätzlich kam der Begriff „Sniper“ für den militärischen Spezialisten auf. In diesem Fall stammt er aus dem Jagdwesen. Jemand, der eine „snipe“ (Schnepfe) mit einer Büchsenkugel, also nicht mit dem dafür sonst üblichen Schrotgewehr treffen konnte, musste schon ein sehr guter Schütze sein, da diese Vögel äußerst scheu, gut getarnt und im Flug sehr gewandt sind. Sniper ist inzwischen auch in Deutschland und z. B. im russischen Snajper – Снайпер eine gebräuchliche Bezeichnung für Scharfschützen.

Das Schimpfwort „Heckenschütze“ entwickelte sich aus der Umgangssprache des Mittelalters und steht in Beziehung zu den im Hinterhalt lauernden „Heckenräubern“. Es fand in den militärischen Sprachgebrauch noch in einem anderen Zusammenhang Eingang: Das preußische Exerzierreglement von 1714 sah zur Abwehr umherstreifender Kavallerie das „Heckenfeuer“ vor. Aus jedem halben Peloton (Aufstellungsart beim Gefecht) traten zwei Rotten hervor, gaben ihre gezielte Salve ab und traten wieder zurück. Sie traten dabei oft an die „Hecke“ heran, ein „Abatis“ genanntes Gewirr von Holzgestrüpp, gefällten Bäumen und Ästen, das dem Feind als erstes Hindernis in den Weg gelegt wurde. Das Heckenfeuer war kein Einzelfeuer, sondern Salvenschießen, wobei das Zielen eher sekundär war.